Nationale Kulturkunst von Usbekistan

Die Kulturkunst von Usbekistan entwickelte sich auf Grund davon, dass das usbekische Volk eine ganz lange Geschichte erreichte.

Die Nationalkunst nimmt einen hervorragenden Platz im kulturellen Erbe Usbekistans.

Erweiternde Nationalkunst bezieht das Schneiden in Kupfer, Holz, Gipsstoffen, Juwelirkunst, Webteppiche, keramische Werke, Schmucksornament, Schmuck des Goldes, dekorativ bearbeitete Leder, Seidenspinnerei, dekorative Sensemacher, Instruktionswerke im Musikinstrumenten, Malen in Papier, dekorative Schatule für Lokaltabeksorte, Wiegen, Truhen und viele andere.

Nationale Kulturkunst
Nationale Kulturkunst

Literatur

Literatur

Usbekische Literatur entwickelte sich auf Basis der reichen Folklorliteratur und mündlichen Dichtkunst des Volkes. Die ältesten usbekischen literarischen Werken sind mehr als 200 epische Gedichte, viele Legenden und epische Songs, die  von Volksdichter – Bakhshi durchgeführt werden.  Die Helden der Folklore kaempfen sich gegen die feindliche Kräfte –  gegen Unterdrücker und Eroberer, welche in den Legenden als böse Feen geschildert werden.

Die bekanntesten Werke der mündlich tradierten Dichtung sind der Heldenepos „Alpomysh“, der romantische Heldenepos „Ko’ro’g‘li“ (mit über 40 Sujets), die Krieger-Novelle „Jusuf und Achmad“ sowie die Liebesnovelle „Tachir und Suchra“.

Ein weiteres beliebtes literarisches Werk war der Zyklus von Erzaehlungen und Geschichten ueber Nasreddin Afandi, sehr schlaue, witzige und gerissene Person, welche immer die Reichen – die Khane und Beys verspottet.

Ein besonderer Stellenwert in der Geschichte kommt der Dichtung von Alischer Nawoi, dem Begründer der usbekischen Poesie zu. Sein unvergängliches Werk „Chordevon“, „Khamsa“, „Farkhad und Shirin“ und „Leyli und Medjnun“ wurden in hunderten Sprachen übersetzt und sind das Erbe der Weltliteratur.

Der letzte Emir der Timuriden-Dynastie Zakhiriddin Mukhammad Babur ist auch bekannt als der große Dichter seiner Zeit. Sein Epos „Boburname“ ist das Meisterwerk der usbekischen Literatur.

In der usbekischen gegenwärtigen Literatur dominieren nach wie vor solche Gattungen wie Poesie, Erzählung, Roman, Satire, Feuilleton und Pamphlet. In den Werken der Dichter und Schriftsteller von heute haben die Weltanschauung und die poetische Wahrnehmung der Welt eine höhere Stufe erlangt.

Muzik und Tanz

Muzik und Tanz

Auch Muzik gehoert zur usbekischen Kultur. Volksmusik und Tanz werden in verschiedensten Formen gepflegt und weiterentwickelt.

Maqom ist eine klassische Usbekische Musik, und zählt zur besonderen musikalischen Gattung mit ihrer eigenartigen Tonfall und zarter Leistung. Lyrische  Sänger  singen  Maqoms, die auf die Verse der orientalischen Dichter wie Djami, Navoi, Uvaysi, Nadira, Muqimiy, und andere basiert sind.

Das Reichtum und die Vielfalt der usbekischen Traditionen werden durch eine Menge von verschiedenen traditionellen Musikinstrumenten wie Gidjak, Kobuz, Doira, Dutar, Tanbur, Rubab, Nay, Chang, Surnay, Karnay, Nogora, und andere bezeichnet.

Der Entwicklung der Musikkunst in Usbekistan dient das 1918 in Taschkent gegründete Konservatorium und ihre Filialen in Samarkand, Fergana und Buchara sowie die Musikhochschule (1934) und die Usbekische Staatliche Philharmonie (1936).

Der usbekische nationale Tanz  hat traditionelle Eigenart, besonders mit der komplizierten und ausdrucksstarken Handbewegungen und animierten Gesichtsausdruecke praesentiert es die ganze Schönheit der  Nation. Usbekischen Tanz wird in zwei Kategorien unterteilt: klassischer Tanz  und Volkstanz.

Usbekischer Volkstanz beinhaltet die Traditionen jeder Region und zeigt wunderbare Vielfalt, und wird besonders auf den Hochzeiten und Familienveranstaltungen getanzt. Diese Art vom Tanzen wird von Generation zur Generation weitergegeben, und so wird es beim Volkstanz die alte Traditionen jahrhundertelang erhalten.

Usbekischer klassischer Tanz ist die Kunst, die speziell in den Tanzschulen studiert und  auf der Bühne demonstriert wird. Es gibt drei Schulen der usbekischen Tanz: Ferghana, Buchara und Khorezm.  Die Tanzkunst dieser Gebieten war schon in 4. -8. Jh. im ganzen Orient bekannt. Heute gibts es neben den staatlichen Ensembles (“Usbekistan”, “Bachor”, “Lazgi” und andere) ueber 100 weitere Tanzenensembles.

Architektur

Architektur

In der usbekischen Architektur gibt es bestimmte allgemeine Entwicklungen, die im Überblick aufgezeigt werden können. Im 10. Bis 12. Jahrhundert fand ein jäher Umschwung in der Kunst statt, antike Traditionen gerieten in Vergessenheit, und eine Periode des intensiven Stadtbaus, beeinflusst vom inzwischen etablierten Islam, begann. Islamische Kultbauten wie Moscheen, Minarette, Medressen und Chanaken bestimmen nun das Bild der Städte. In dieser Zeit fand der gebrannte Ziegel oder Backstein erstmals Verwendung. Damit wurde nicht nur die Lebensdauer der Gebäude länger, sondern es konnten auch neue dekorative Möglichkeiten entstehen. In dieser Zeit entstanden auch erste geometrische Ornamente, später noch das Schriftornament entwickelte sich sehr. Arabische Inschriften haben häufig einen religiosen Inhalt, gaben oft auch Auskunftsjahr des Baus, manchmal sogar über Baumeister. Der Kalligraph hatte die nicht leichte Aufgabe, den Text in dem vorgegebenen Raum portional zu verteilen und die arabischen Schriftzeichen harmonisch und formschoen wiederzugeben.

Die Dekorationen der Gebäude des 11. Und 12. Jahrhunderts bestanden aus Ziegelsteinen, Holzschnitzereien sowie Stuck- und Terrakottaschnitt. Im 12. Jahrhundert entstanden hellblaue Glasurziegel und Platten mit geometrischen Mustern. Kalligraphische Mosaik- und Majolikabänder waren verbreitet.

Die heute dominierende Monumentalarchitektur stammt aus der Timuridenzeit. Sie übersteigt in Ausmass und Reichtum alles vorherige. Die Handwerker und Baumeister aus verschiedenen Ländern brachten neue Impulse und Techniken in die Architektur. Die Glasurdekoration der Gebäude wurde polychrom: glasierte Ziegel, geschnittene, glasierte Terrakotta, Majolika und Mosaike schmueckten die Bauten. In den Innenraeumen dominierte vielfarbige Wandbemahlung mit üppiger Vergoldung. Der ornamentale Holz- und  Alebasterschnitt konnten sich entwickeln. Auch der Stil der Ornamente veränderte sich: die bislang geomerischen Muster wichen zunehmend floralen Gestaltugen. An den Aussenwänden der Bauten erschienen in kalligraphischen Mosaik- und Majolikabändern moslemische Sprüche.

Die weltbekannte Baudenkmäler besonders von Buchara, Samarkand und Chiwa zeigen die professionelle Meisterschaft der mittelalterlichen Bauleute, Architekten, Handwerker, Designern, Kalligraphen und Keramikern, deren Wissen sich bis heute überliefert hat.

Die Kunsthandwerk

Die wichtigsten Arten des Kunsthandwerks sind Keramik, Prägung, Holzschnitzerei, Goldstickerei, Stickerei, Puppen, Teppichweberei, Seidennäherei, Seidenteppiche, Lackmalerei und Edelmetallschmiedekunst.

Malerei

Malerei

Für die usbekische Malerei sind Miniatur, Freilichtmalerei, Wandmalerei und Graphik sowie Gemälde zu zeitgenössischen und historischen Themen typisch, wobei das Genre des zeitgenössischen Porträts überwiegt.

Besonders beachtenswert ist die Miniaturmalerei. Die Anfertigung von Handschriften war eigener Zweig der Kunst, jeder Herrscher hatte an seinem Hof mehrere Kalligraphen und Miniaturmaler. Besonders unter Amir Temur erlebte die Miniaturmalerei einen Aufschwung. Man kann zwischen einer romantischen und narrativen Stilrichtung unterscheiden. In beiden ist die Bildlichkeit stereotyp und hat auf diese Weise viel gemeinsam mit der orientalischen Poesie.

Die historische Beweise zeigen, dass die Malereikunst schon seit der Steinzeit in heutigem Usbekistan existiert. Bemerkenswert sind die sogdische Fresken, die im Museum von Afrosiyob in Samarkand zu besichtigen sind, die Malerei aus Sogdien stellt Mythen, Sagen, Fabeln und Volksmärchen dar, keine Szenen aber aus dem alltäglichen Leben.

Die Kunst der ornamentalen Wandmalerei  mit ihren vegetalen Motiven aus dem 9. und 10. Jahrhundert ist heute noch hoch entwickelt, besonders in Buchara. Man kann sich gut vorstellen, wie Karawanenhändler nach vielen Wochen einer Wüstendurchquerung geblendet war von der ganzen Pracht eines bucharischen Händlerhauses. Die Meister der dekorativen Malerei “Naqschi” verstanden es vorzüglich, in Symbiose mit ihren Kollegen, den Gantsch- und Holzbauleuten, Meisterwerke zu verwirklichen. Die wunderschöne Naqschi Malerei beweisen heute sogar einige Boutique Hotels in Buchara.

Keramik

Keramischer Kunst war in Usbekistan schon viele Jahrhunderte früher weit entwickelt.  Rischtan, Gijduvan, Shakhrisabz, Samarkand, Choresm, Taschkent waren die Zentren der traditionellen Keramik-Kunst, und jedes hat einen eigenen Stil und besondere Merkmale.
Das älteste und berühmtestes Zentrum der Keramik von Usbekistan ist Rischtan.  Die höhe Qualität des Lehms in den Territorien von Rischan gestattet, ohne vorläufige Termoverarbeitung und ohne Zusatz anderer Aussicht des Lehms zu benutzen, in der Zeit wie die Töpferer anderer Regionen das machten.
Die Keramik von Rischtan unterscheidet sich mit großzügiger Mannigfaltigkeit der Form. Unter den Erzeugnissen kann man Lyagan (Schüssel), verschiedene Geschirr für Milch und Essen, Vase, Geschirr für Früchte und Wasser bis Chum (große Konteiner) für Brot und Butter nennen.

Porzellan und Keramik spielen eine grosse Rolle in der usbekischen Kultur und geben wunderschöne Souvenirs ab.

Stickerei – Süsane

Stickerei – Süsane

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kunst der Stickerei in Usbekistan sehr stark verbreitet. Es gab mehrere Zentren der künstlerischen Stickereien wie Nurata, Buchara, Samarkand, Shakhrisabz, Taschkent und Fergana, jeder von ihnen hatte seine lokale eigenartige Phantasie.
Stickerei war die am weitesten verbreitete Handarbeiten der usbekischen Frauen. In Usbekistan unterscheidet man eine große dekorative Stickerei, eine Stickerei an der Kleidung und an den Haushaltsgegenständen sowie Tagesdecken, Beten-Teppiche, Tischkleidung und andere. Aber den führenden Platz nimmt zweifellos „Süsane“.
Süsane ist ein dekorativ gestricktes Wandtuch. Die großten „Süsanes“ sind 2-3 m lang. Ihre Breite kann manchmal sogar 2 Meter betragen. Frueher wurden Süsanen beonders für Hochzeitsfeier angefertigt, mit Süsanen wurde das Zimmer der neuverheirateten Brautpaar geschmückt.
Usbekische „Süsanes“ können darüber erzählen, dass die nationale Kunst ihren eigenen Stil und ihre Eigenschaften hat, die sich jahrhundertelang entwickelten.
Gegenwärtig wird die Stickerei sowohl als Handarbeit als auch auf industrielle Weise ausgefuhrt.

Seidenerzeugung und Textilien

Obwohl die Seidenerzeugung der Faser und die Herstellung der Kleider heute völlig automatisiert sind, werden die Mehrzahl der Seidenspinner in Industriefarmen gezüchtet, ebenso wie sie im 4 Jh. gezüchtet wurden.
Von Ende April bis zum Anfang Mai verteilt man die Larven des Seidenspinners aus dem Landwirtschaftsvorrat des vorigen Jahres unter den Farmern, die sie züchten wollen.
Die Farmer bereiten Zimmer, die mit großen speziellen Kasten eingerichtet sind. All das Essen für die Seidenspinner ist kleine einschnittene Blätter vom Maulbeerbaum.

Am Anfang 20 Gramm des Seidenspinners nimmt 1 Meter Fläche und sie gebrauchen täglich bis 3 kg. Blätter. Nach einigen Tagen des Schlafszuklus braucht der Seidenspinner die Blätter mehr und mehr. Einen Monat spaeter gebrauchen die Seidenspinner Blätter nicht mehr, und formieren im Laufe der Woche über sich rundlich einen Kokon. In Kokon bleibende Seidenspinner werden mit dem Dampf getötet, in anderem Fall werden sie hinausgehen und die Seidenfaser abwickeln. Dann wird jede Faser gekocht und wird vorsichtig abgewickelt. Gewöhnlich gibt 3-4 Zentimeter der Faser von 800-1200 Meter Fadenfaser. Der Seidenstoff für die Herstellung der Kleider wird aus mehreren Docken der Fadenfaser.
Im Ganzen werden etwa 30000 Tonne der Kokons in der Republik Usbekistan jährlich hergestellt. Die größte Seidenfabrik befindet sich in Margilan.

Textilien

Textilien

Buchara, Margilan, Buchara, Samarkand, Urgut, Nurata und Shahrisabz  waren und auch heute sind die Zentren der dekorativen Textilgewerben in Usbekistan. Baumwolle und Seide sind die bevorzugten Rohstoffe und ihre Textilprodukte haben ihren eigenen Namen. “Schohi”, “Atlas”, “Khan-Atlas” sind die aus reiner Seide gefertigte Arten von Textilien. “Beqasam”, “Adras”, “Bosma”, “Bachmal” und “Banoras” sind die Stoffe, die aus Seide und gleichzeitig aus Baumwolle hergestellt werden.
Ikat, diese äuβerst komplexe Färbe und Webetechnik, wird Abr oder Abrbandi genannt, das bedeutet im Persischen “Wolke”, „Wolkenbindung“, und die Stoffe, die durch solche Methode produziert werden, heissen “Abra” Stoffe.
Der Seidenfaden wird nach bestimmten Anweisungen des Meisters abgebunden, ins Farbbad getaucht, erneut abgebunden und erneut eingefaerbt, und das wird mehrere Male wiederholt, bis man die gewuenschte Farbe erreicht. Erst danach wird der eingefaerbte Faden in eine genau vorbestimmte Breite von Stoff auf einem Webstuhl, der von Hand und Fuss angetrieben wird. Eine Stoffbahn muss mindestens 100 m betragen und ein bestimmtes Muster wird hergestellt.